QR Codes richtig einsetzen

Die in der Regel schwarz-weißen Mosaikmuster auf Plakaten, Prospekten, Visitenkarten oder Verpackungen - QR-Codes ("Quick Response") genannt - haben sich in der Kommunikation von Unternehmen und Marken durchgesetzt. 

Der QR-Code besteht aus einem quadratischen Muster, welches kodierte Daten enthält. Diese Daten enthalten Informationen zur Version des Codes, das Datenformat und schließlich die eigentlichen Daten und Werte. Je mehr Daten in einem QR-Code verankert sind, desto umfassender wird das Muster. Meist beinhalten QR-Codes Webadressen, Telefonnummern, Adressen, informierende Texte, vCards oder Geodaten. QR-Codes können mit entsprechendem Gerät, z.B. einem Smartphone mit einer QR Reader App, ausgelesen werden.

Zwar sind QR-Codes in der Kommunikation Gang und Gebe, allerdings schleichen sich noch immer Fehler in der Praxis ein, sodass Sinn und Zweck verloren gehen. Der Einsatz von QR Codes sollte durchdacht sein - technisch, inhaltlich und gestalterisch.

QR-Codes besitzen eine Fehlertoleranz, sodass die enthaltenen Daten komplett ausgelesen werden können, obwohl ein Teil des Codes durch ein Logo o.ä. überdeckt ist. Prinzipiell ist auch zu erwähnen, dass das Code-Muster nicht unbedingt schwarz-weiß sein muss. Es ist auch möglich Farben einzubinden, allerdings muss ein deutlicher Kontrast zu dem Hintergrund vorhanden sein, da der Code sonst nicht lesbar ist. Auch eine klare Abgrenzung vom QR-Code zur Umgebung ist für die Funktionalität erforderlich. Aus diesem Grund haben QR-Codes in der Praxis sehr oft einen weißen Rand. Wird dieser vergessen und der schwarz-weiße QR-Code befindet sich beispielsweise auf einem dunkelblauen Hintergrund, ist der Code nicht lesbar. Des Weiteren muss beim Setzen des QR-Codes darauf geachtet werden, dass das Muster nicht zu klein wird, da sonst die QR-Reader Apps Probleme beim Lesen haben.

Doch wozu dienen eigentlich diese QR-Codes in der Kommunikation?

In der Werbung sind die QR-Codes gerne dort im Einsatz, wo man Werbeplatz nicht mit zig Informationen "verschwenden", aber dennoch Interessenten mit gerade diesen Informationen versorgen möchte. Klingt wirr - ein Beispiel bei einem Werbeplakat für ein Produkt eines Automobilherstellers: Ein starkes Key-Visual im Zusammenspiel mit Markenlogo, Slogan und USP des Produktes soll den Betrachter aktivieren und dessen Interesse wecken. Würde man in diesem Fall nun noch alle weiteren, teils auch wichtigen Informationen auf dem Plakat erläutern, nähme man der Werbung komplett seine Wirkung. Das Key-Visual würde im Wust an Informationen untergehen, der Betrachter verliert das Interesse und ist beim Anblick des Plakats überfordert. Hier kann der QR-Code Abhilfe schaffen: Key-Visual, Markenlogo, Slogan und USP des Produktes dienen als Aktivierung des potentiellen Kunden, während der QR-Code für weitere Informationen bereitsteht. Nach dem Scannen des QR-Codes kommt der potentielle Interessent auf eine mobile Landingpage des Produktes, das auf dem Plakat abgebildet ist. Hier bekommt er alle weiteren Informationen zum entsprechenden Produkt und kann idealerweise direkt einen Prospekt anfordern.

Auch auf Visitenkarten findet man in der Praxis immer öfter einen entsprechenden QR-Code. Es ist ja auch durchaus praktisch: die Visitenkarte im Printformat ist nicht wegzudenken, aber durch den QR-Code darauf, kann ich die entsprechenden Kontaktdaten nach dem Scannen des QR-Codes mit einer QR-Reader App direkt auf meinem Smartphone abspeichern. Bequem und einfach.

Ein Tipp noch: Die Muster von QR-Codes werden je nach Dateninhalt sehr umfangreich. In diesem Zusammenhang bietet sich der Einsatz von Short-URLs an, die im Endeffekt als Weiterleitung zu den entsprechenden Quelldaten dienen. So hat man einen kleinen, charmanten QR-Code mit umfangreichem Inhalt. Short-URL-Dienste sind zum Beispiel bit.ly oder goo.gl.


Verfasst am 27.02.2014
Zurück zur Übersicht

Aktuelle Blog-Artikel