Unterschiede bei Websites mit WordPress

Die Vorgehensweise bei der Erstellung von Websites auf WordPress-Basis ist nicht immer gleich. Und genau das sehen wir, wenn sich Kunden mit ihrer bestehenden Website an uns wenden. Oft erkennen wir schnell den Kern des Problems, denn das Standard-Prozedere beim Erstellen von Websites ist oft folgendermaßen:

• Content-Management-System (WordPress) aufsetzen
• ein Theme für wenige Dollar einkaufen
• Theme installieren
• Inhalt einpflegen
• Frust schieben

Viele Kunden wissen und verstehen nicht, welche Auswirkungen diese Prozedur auf Quellcode, Backend und Performance der Website haben – müssen sie auch nicht, denn das ist nicht ihr Job. Allerdings liegt darin das Problem. Mag die Website optisch vielleicht anmutig sein, versteckt sich der Teufel unter der Oberfläche und sorgt für unsauberen Quellcode, unnötige Plugins, vermeidbaren Datenmüll, was zu einer schlechten Performance, rechtlichen Mängel und Sicherheitslücken führt.

Käufliche Themes für WordPress sind meist darauf ausgelegt, ein großes Publikum anzusprechen. Deswegen sind sie bestückt mit zig Funktionen und Plugins – schließlich möchte man ja sowohl dem Restaurantbesitzer als auch dem Online-Shop-Betreiber für Kindermode gerecht werden. Dies führt zu einem sehr umfassenden Theme, das aber nicht zielgerichtet ist. Unzählige Plugins, Skripte und Funktionen werden zur Verfügung gestellt, von denen der einzelne Kunde eigentlich nur einen Bruchteil benötigt. Die Folge dessen: ein sehr hoher Wartungsbedarf der Website. Es muss schlussendlich alles gewartet, aktualisiert und geprüft werden und das, obwohl man den Großteil nicht mal benötigt. Kaufen Sie eigentlich Haribo Colorado, wenn Sie eigentlich nur Gummibärchen möchten?

Eine große Unübersichtlichkeit im Backend ist ebenfalls ein Resultat bei gekauften Themes. Andauernd schreit das WordPress-System nach Aufmerksamkeit und möchte aktualisiert werden. Zig Reiter sorgen für ein überladendes Backend, es herrscht eine völlige Unklarheit der Abhängigkeiten von Plugins untereinander und zum Teil ist nicht mal klar, welches Plugin welchen Nutzen hat. Des Weiteren haben die ganzen Funktionen und Plugins einen negativen Einfluss auf die Ladezeit der Website, was sowohl dem Website-Nutzer als auch den Suchmaschinen missfallen wird.

Weiß der Kunde außerdem ganz genau, welches Plugin oder Theme welche Daten wo genau abgreift und wohin Daten eventuell versendet werden? Der Kunde steht in der Verantwortung und muss dafür Sorge tragen, dass die DSGVO eingehalten wird und die datenschutzrechtlichen Anforderungen erfüllt werden. Auch das Thema Cookies und die damit verbundene erforderliche Einwilligungsprozedur muss der Website-Betreiber berücksichtigen. Dazu sollte der Kunde das System und seine Plugins kennen und wissen, welche Daten wohin fließen, um dann entsprechende technische Vorkehrungen zu treffen. Das frisst Zeit, Nerven und birgt ein hohes Risiko, gegen das BDSGneu und die Rechtssprechungen zum Thema Cookies zu verstoßen.

Eine abschließende Thematik sind die eingeschränkten Individualisierungsmöglichkeiten gekaufter Themes. Sicherlich können viele Anpassungen vorgenommen werden, um das Design optisch an die eigenen Vorstellungen, Wünsche und Geschmäcker anzupassen. Allerdings sind auch hier schnell Grenzen erreicht – vor allem ohne Programmierkenntnisse. Des Weiteren werden die meisten Themes auf Englisch bereitgestellt, sodass die deutschen Übersetzungen nicht immer vollständig sind. Das führt zu einem Mix aus Deutsch und Englisch auf der Website, was nun wirklich nicht gerade sexy ist.

Aufgrund dieser aus unserer Sicht essenziellen Nachteile von käuflichen Themes gehen wir bei der Erstellung unserer WordPress-Projekte anders vor. WordPress dient uns als Grundgerüst und wird von uns so eingesetzt, dass das Backend übersichtlich und benutzerfreundlich ist. Seiten und Beiträge sollen möglichst einfach angelegt werden können und die Wartung bedarf einen nur sehr geringen Aufwand. Themes programmieren wir für unsere Kunden 100% selber und sind auf die jeweilig individuellen Anforderungen und Wünsche ausgerichtet. So können wir die Verwendung von Plugins und Funktionen auf ein notwendiges Minimum reduzieren, das Design komplett individuell entwerfen und den Umfang der Seite samt Quellcode schlank halten. Das sorgt dafür, dass die Website nicht nur gut aussieht, sondern auch technisch sauber ist. Auch über die rechtlichen Dinge haben wir stets volle Kontrolle. Und das Beste: Der Kunde macht mit dem CMS das, was er machen möchte, nämlich Inhalte einpflegen. Keine lästigen Page-Builder-Tools nutzen, Reihen und Spalten anlegen, sondern einfach und simpel Inhalte verwalten - ohne großen Aufwand. Außerdem haben Kunden mit uns einen Partner an der Seite, der bei zukünftigen Fragen und Änderungswünschen stets beratend zur Verfügung steht und die Website jederzeit auf Wunsch anpassen und weiterentwickeln kann. Es sind dabei kaum Grenzen gesetzt.

Sicherlich gibt es auch schlanke, käuflich zu erwerbende Themes – das mag sein. Außerdem muss auch immer das Kosten-Nutzen-Verhältnis einer Website in Betracht gezogen werden. Allerdings ist es aus unserer Sicht wichtig vorab zu wissen, welche Folgen ein 39$ Theme mit sich bringt und warum sich WordPress-Websites stark unterscheiden können.

Sollten Sie sich bei dem Thema wiederfinden oder Fragen haben, scheuen Sie sich nicht davor, uns zu kontaktieren. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Kostenlosen Beratungstermin vereinbaren!


Verfasst am 25.10.2019
Zurück zur Übersicht

Aktuelle Blog-Artikel